Abfallwirtschaft

Auftakt zur TRÖD 2018

Abfallwirtschaft

Auftakt zur TRÖD 2018

Hamburg startet mit Aktion vor dem Gewerkschaftshaus in die Tarifrunde des öffentlichen Dienstes.
Aktion vor dem Gewerkschaftshaus Hamburg zur TRöD 2018 ver.di FB2 / Nord Aktion vor dem Gewerkschaftshaus Hamburg zur TRöD 2018

Der ver.di-Landesbezirk Hamburg startete am gestrigen Donnerstag, den 1. März, mit einer Aktion vor dem Gewerkschaftshaus am Besenbinderhof in die TRÖD 2018.

Auf einer Bühne wurden Beschäftigte des öffentlichen Dienstes vorgestellt und unter dem Motto „Wir sind es wert!“ für ihren Einsatz am Arbeitsplatz ausgezeichnet.

Mehrere hundert Beschäftigte nahmen vor Arbeitsbeginn oder in der Frühstückspause an der Kundgebung teil und setzten damit in Hamburg ein klares Zeichen.

ver.di fordert in der bundesweiten Tarifrunde für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen:

  • eine Tariferhöhung von sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro pro Monat;
  • eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat;
  • Auszubildende nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung wieder zu übernehmen;
  • eine Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten.

Am Montag kam es mit den Arbeitgebern in der ersten Verhandlungsrunde in Potsdam zu keinem Ergebnis, dazu findet ihr hier unsere Tarifinfos als PDF:


ver.di kündigte direkt nach der Verhandlungsrunde bundesweite Warnstreiks an.

Ein Argument für die Tarifforderungen sieht ver.di in der Einkommenslücke zwischen der gesamten Wirtschaft und dem öffentlichen Dienst, wo mittlerweile bis zu vier Prozent weniger verdient wird.

Außerdem sieht ver.di durch steigende Steuereinnahmen ausreichend Spielraum für Einkommensverbesserungen der Beschäftigten. Schon seit 2015 nehmen Bund, Länder und Kommunen insgesamt mehr ein, als sie ausgeben.

Für 2017 wurde bundesweit ein Überschuss von 38,4 Milliarden Euro erzielt, Tendenz steigend. Alleine in Hamburg wurden die geplanten Steuereinnahmen im letzten Jahr um 960 Millionen Euro übertroffen.

Die Steuereinahmen sprudeln und es ist wichtig, dass die Gehälter im öffentlichen Dienst den Anschluss an die private Wirtschaft nicht weiter verlieren.

Berthold Bose, Landesleiter ver.di Hamburg

„Gerade in den unteren Einkommensgruppen bedarf es einer angemessenen Tariferhöhung, weshalb die Forderung von monatlich mindestens 200 Euro genau richtig ist", sagte Berthold Bose, der ver.di-Landesleiter in Hamburg.

"Es kann nicht sein, dass es auch im öffentlichen Dienst immer noch Beschäftigte gibt, die trotz harter Arbeit Schwierigkeiten haben, ein auskömmliches Leben in einer Stadt wie Hamburg zu führen.“ 


„Die Beschäftigen im öffentlichen Dienst arbeiten immer öfter mit weniger Personal und steigendem Druck", ergänzte Tarifkoordinatorin Sieglinde Frieß von der ver.di in Hamburg.

"Gerade vor dem Hintergrund des Generationenwechsels brauchen wir aber attraktive Arbeitsplätze in den städtischen Betrieben, die die derzeitigen Beschäftigen halten und die auch junge Menschen ansprechen. Eine gute Bezahlung spielt dabei natürlich eine wichtige Rolle.“

Von der Tarifrunde sind in Hamburg rund 25 000 Beschäftigte aus den städtischen Betrieben und des Bundes betroffen. Dazu zählen unter anderem die ELBKINDER-Kitas, die Stadtreinigung und die Hafenaufsicht, aber auch die Theater, die Bücherhallen und der Zoll.